«Eine Arbeitsplatzkultur ist eine Materie, die in jeder Organisation existiert, die aber niemand wirklich fassen kann»

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Interview mit Christine Meyenhofer, Consultant

Hoi Christine, was machst du bei Great Place to Work?

Eigentlich sorge ich mit Workshops, Präsentationen und Auswertungen für die Entwicklung hervorragender Arbeitsplatzkultur in Unternehmen. Mein Ziel ist aber auch, hervorragende Arbeitsplatzkulturen mit dem Bewusstsein für soziale Verantwortung auszustatten, ihnen die Konzepte von Corporate Social Responsibility näher zu bringen.

Wie und wann bist du zu Great Place to Work gekommen?

Von Great Place to Work® habe ich das erste Mal 2015 in New York gehört, wo ich vier Jahre mit meiner Familie lebte. Jedes Jahr werden dort die «100 besten Arbeitgeber Amerikas» gekürt, entsprechend stark ist das Thema Arbeitsplatzkultur in den Medien in Amerika vertreten. Gleichzeitig entwickelte ich mich beruflich in dieselbe Richtung: Ich absolvierte einen Masterstudium, das sich hauptsächlich mit wertebezogener Führung im Non-Profit-Sektor beschäftigte. So wurde dann auch mein Interesse an Arbeitsplatzkultur – und im speziellen an Corporate Social Responsibility – geweckt. Als wir als Familie Sommer 2018 zurück in die Schweiz zogen, wollte ich unbedingt im Bereich Arbeitsplatzkultur arbeiten – da kam mir natürlich auch Great Place to Work® in den Sinn. Und seit April bin ich fester Bestandteil vom Team und helfe Unternehmen bei der Entwicklung einer hervorragenden Arbeitsplatzkultur. 

Und hält der Name des Unternehmens, was er verspricht? ;-)

Selbstverständlich! (lacht). Scherz beiseite: Ich bin noch zu frisch an Board, um das zu entscheiden. Auch wenn meine Erwartungen als neue Mitarbeiterin hoch sind, stehen die Zeichen gut! Denn bisher habe ich ein sehr herzliches, transparentes und nettes Team kennen und schätzen gelernt. Ein Team, das geballte Erfahrung in Organisationspsychologie, Consulting, Marketing und Data-Management besitzt und mit Expertenwissen im Bereich Employer Branding, Arbeitsplatzkultur, Agile working und Leadership Development auftrumpft. Hier sind Profis am Werk, die was von Arbeitsplatzkultur verstehen!

Was macht für dich ein Arbeitgeber zu einem Great Place to Work?

Für mich ist das ein Arbeitgeber, dem man vertrauen kann. Ein Arbeitgeber, der Verantwortung übernimmt – und zwar nicht nur für Mitarbeitenden und Kunden, sondern auch gegenüber der Gesellschaft. Es ist einer, der regelmässig an sich selber arbeitet, sich reflektiert und verbessert. Ein Great Place to Work® ist ein Unternehmen, dass nicht nur als Arbeitgeber attraktiv wirken will, sondern die Unternehmenswerte lebt. Nur was authentisch ist und gelebt wird, kann überzeugen. Der Verbraucher hat die Entscheidungskraft und erwartet, dass ein Unternehmen nachhaltig agiert und somit soziale, ökologische und ökonomische Belange aktiv unterstützt.

Ein Great Place to Work hat viel mit Arbeitsplatzkultur zu tun. Was bedeutet Arbeitsplatzkultur für dich?

Einen Arbeitsplatzkultur ist eine Materie, die in jeder Organisation existiert, die aber niemand wirklich fassen kann. Dabei geht es um Vertrauen, Engagement, Fürsorglichkeit, Sinnhaftigkeit – alles Aspekte, die eine Organisation zu einer Einheit formen. So, dass jede einzelne mit Feuer in den Augen am gleichen Strang zieht, und mit voller Leidenschaft für das gleiche Ziel brennt. Eine Arbeitsplatzkultur bedeutet die Werte zu leben, die eine Organisation authentisch machen, und die die Mitarbeitenden nach aussen tragen. und dennoch ist diese «Organisations-Seele» extrem wichtig.

Warum sollten Unternehmen sich mit ihrer Arbeitsplatzkultur befassen?

Früher konnten sich Arbeitgeber die passendsten Fachkräfte aussuchen. Heute werden die Arbeitgeber von den Fachkräften ausgesucht. Niedrig sind ihre Ansprüche dabei nicht. Auf dem Kriterienkatalog für den zukünftigen Arbeitgeber stehen beispielsweise soziales Engagement, Entlöhnung, Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeitmodelle, Mobilität, zwischenmenschliche Zusammenarbeit, Führungsstil und vor allem: Sinnhaftigkeit in der Arbeit. All diese Punkte werden durch die Arbeit an der Arbeitsplatzkultur gefördert – eben weil man sich mit den Wünschen und Bedürfnissen der Mitarbeitenden auseinandersetzt. Beherrscht ein Unternehmen die Kunst des Zuhörens und Weiterentwickelns der Arbeitsplatzkultur, wird nicht nur die Suche nach neuen qualifizierte Mitarbeitende einfacher, sondern auch das Band zwischen bestehenden Mitarbeitenden stärker.

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"Nur was authentisch ist und gelebt wird, kann überzeugen."

Wie sieht dein Beitrag für eine bessere Arbeitsplatzkultur aus?

Mir ist klar, dass die Entwicklung von Arbeitsplatzkultur im Daily Business nicht einfach ist. Arbeitsplatzkultur braucht Zeit und Mühe, und allzuoft haben andere Punkte auf der ToDo-Liste Vorrang. Es braucht also ein Management mit einer gesunden Portion Mut, das gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden nachhaltig und vertrauensvoll an der Arbeitsplatzkultur bauen möchte. Das richtige Werkzeug dazu bekommen sie von mir. Denn ich bin eine Person, die neben stetigen Veränderungen und langjähriger Erfahrung im Umgang mit Kulturen und Organisationen auch das Fachwissen griffbereit hat. 

Was macht dich zu einer Expertin für Arbeitsplatzkultur?

Ich bringe über 15 Jahre internationale Berufserfahrung aus Amerika, Asien oder Europa in verschiedenen Bereichen wie Marketing, Procurement und Sales mit – von Matrix-Organisationen bis zu stark hierarchischen KMU. Das gibt mir das Hintergrundwissen, um einem Unternehmen hinter den Vorhang zu schauen und zu verstehen, wo eine Schraube gedreht, angezogen, gelöst oder einfach nur geölt werden muss.



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