«Ein Great Place to Work® ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus»

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Interview mit Cornelia Schättle, Co-Owner & Consultant

Hoi Conny, was machst du bei Great Place to Work?

Puh, eine ganze Menge! Ich entwickle neue Produkte, führe Befragungen zu Arbeitsplatzkultur durch und werte sie aus – aber hauptsächlich bin ich als Beraterin direkt bei unseren Kunden vor Ort, begleite Veränderungsprozesse und gleise diese mit Hilfe von Workshops auf. Zudem bin ich auch noch Mitinhaberin von Great Place to Work Schweiz.

Warst du davor auch schon im Bereich Arbeitsplatzkultur tätig?

Zuvor arbeitete ich bei der Allianz Suisse im Talent Management und der Laufbahngestaltung. Mich hatte das Thema Arbeitsplatzkultur als Psychologin aber schon immer sehr interessiert, ich sehe die Arbeitsplatzkultur als Fundament für sämtliche HR Tätigkeiten. 2016 machte ich dann den Schritt zu Great Place to Work®, wo ich seitdem verschiedenste Organisationen umfassend bezüglich ihrer Arbeitsplatzkultur beraten kann.

Und wenn du dich selbst als Kunden hättest: ist Great Place to Work ein Great Place to Work®?

Natürlich – wir arbeiten kontinuierlich an unserer eigenen Arbeitsplatzkultur und stellen immer wieder in Frage, wie wir die Dinge angehen. Nur so können wir uns dauerhaft entwickeln. Gleichzeitig ist uns auch der Mehrwert für unsere Kunden wichtig – den wir aber nur bieten können, wenn wir selbstreflektiert und kritisch mit unserer eigenen Arbeitsplatzkultur umgehen.

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«Erst wenn die Arbeitsplatzkultur auf Vertrauen basiert, das Wertekonstrukt aktiv gemanaged und gezielt über Mission, Vision und Arbeitgeberwerteversprechen etabliert wird, wissen die Mitarbeitenden woran sie sind.» 

Was macht für dich ein Arbeitgeber zu einem Great Place to Work®?

Eine vertrauensbasierte Arbeitsplatzkultur, die sich durch Selbstreflektion auszeichnet. Unsere Great Place to Work®-Unternehmen ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern arbeiten kontinuierlich an sich. Gleichzeitig kennen die Mitarbeitenden Ihren Beitrag am Unternehmenserfolg und zeigen eine grosse Leidenschaft für ihre Organisation, ihr Produkt oder die Dienstleistungen der Organisation. Und diese Leidenschaft steht auf den Säulen, die Vertrauen schaffen: Glaubwürdigkeit, Respekt, Stolz, Fairness und Teamgeist. Und last but not least gehört transparente Kommunikation und der Einbezug der Mitarbeitenden in Entscheidungen zu einem Great Place to Work®.

Was gehört denn in deinen Augen alles zu einer Arbeitsplatzkultur?

Arbeitsplatzkultur ist für mich der Ausdruck der gesammelten und gelebten Werte aller Mitarbeitenden einer Organisation. Erst wenn die Arbeitsplatzkultur auf Vertrauen basiert, das Wertekonstrukt aktiv gemanaged und gezielt über Mission, Vision und Arbeitgeberwerteversprechen etabliert wird, wissen die Mitarbeitenden woran sie sind. So verstehen sie auch, was sie von ihrer Arbeitgeberin erwarten dürfen und wie sie sich mit ihr identifizieren. 

Warum sollten Unternehmen sich mit ihrer Arbeitsplatzkultur befassen?

Weil es sich lohnt! Motivierte Mitarbeitende, die sich mit den Zielen und Werten der Organisation identifizieren können, bleiben der Organisation nicht nur länger erhalten, sondern übernehmen mehr Verantwortung, sind kreativer und innovativer und tragen als Teil der Organisation massgeblich zum Erfolg bei.

Wie sieht dein Beitrag für eine bessere Arbeitsplatzkultur aus?

Ich hinterfrage regelmässig mein Verhalten, meine Kommunikation und wie wir Dinge tun. Dasselbe wünsche ich mir von meinen Kollegen und Kunden, darum bitte ich sie um regelmässiges Feedback. Ich selber spreche ja Dinge auch offen und ehrlich an. Ausserdem versuche ich Spass zu haben und freue mich, wenn ich gemeinsam mit Kollegen an neuen Themen arbeiten kann. Vor allem wenn wir den Mut besitzen, neues auszuprobieren.

Was macht dich zu einer Expertin für Arbeitsplatzkultur?

Ich bringe die Theorie durch mein Psychologiestudium mit, und habe Erfahrungen im Coaching von Teams und Führungskräften, Projekterfahrungen in einem internationalen Beratungskontext und hatte diverse interne HR Funktion inne. All diese Erfahrungen haben mich sehr geprägt und mir gezeigt, wie wichtig die ganzheitliche Betrachtung einer Organisation ist. Aus dieser Perspektive kann ich so gemeinsam mit unseren Kunden Handlungsschwerpunkte ableiten, um die Arbeitsplatzkultur gezielt zu entwickeln – und zwar individuell zur jeweiligen Organisation.



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