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Mit Selbstorganisation und Ausbildungskultur zur Great Start! Auszeichnung – Spitex Zürich Limmat im Portrait

Vor einigen Monaten wurde Spitex Zürich Limmat für ihre ausgezeichnete Ausbildungskultur als Great Start! Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet. Nebst der Befragung der Lernenden fliesst auch das betriebliche Ausbildungskonzept in die Bewertung mit ein. Erfahren Sie im Interview mit Kerstin Schmölzer, Bildungsverantwortliche bei Spitex Zürich Limmat, was sich seit der Umstellung auf eine selbstorganisierte Ausbildungsabteilung verändert hat, was für sie eine grossartige Ausbildungskultur ausmacht und weshalb sie sich für eine Zusammenarbeit mit Great Place to Work® entschieden haben.

Great Place to Work®: Nochmals herzliche Gratulation zur Great Start! Auszeichnung. Solch positive Ergebnisse in Ihrer Branche sind keine Selbstverständlichkeit. Was bedeutet die Auszeichnung als Great Start! Ausbildungsbetrieb für euch? Und was ist Ihr Geheimnis?

Kerstin Schmölzer: Vielen Dank! Die Rückmeldungen der Lernenden machen uns stolz und die Auszeichnung zeigt uns, dass wir uns auf dem richtigen Web befinden. /Lacht…/ Unser Geheimnis sind wohl die engagierten Berufsbildenden, die täglich alles für die Ausbildung ihrer Lernenden geben sowie ein kooperatives Geschäftsleitungsteam, das der Bildung im Betrieb einen hohen Stellenwert beimisst. In den vergangenen fünf Jahren haben wir viel verändert und gemeinsam die Ausbildungsabteilung komplett neu aufgebaut.

Great Place to Work®: Was ist neu?

Kerstin Schmölzer: Die Berufsbildenden sind eine selbstorganisierte Einheit mit Schwerpunkt Bildung. Dies bedeutet, sie sind nicht den Pflegeteams zugeordnet und können ihre Aufmerksamkeit ganz den Lernenden und ihren Bedürfnissen widmen. Dasselbe gilt übrigens auch für die Lernenden: Sie sind mit den Pflegeteams assoziiert, gehören aber nicht zu deren Personalbestand. Dienst- und Einsatzpläne werden also von den Berufsbildenden geschrieben, nicht von den einzelnen Pflegeteams. Die Möglichkeit, unsere Lernenden kompetenzbasiert einzuplanen, statt nach dem Bedarf der Pflegeteams zu agieren, unterscheidet uns massiv von anderen Betrieben. Bei uns steht die Ausbildung an erster Stelle!

Great Place to Work®: In welchen Bereichen werden die Lernenden denn noch ausgebildet?

Kerstin Schmölzer: Unsere Ausbildungskultur besteht darin, dass Lernende nicht nur ihre Lernziele in der Pflege, sondern auch administrative Fähigkeiten in Projektform erwerben können. In verschiedenen Projektgruppen (und natürlich, wenn nötig, mit unserer Unterstützung) haben Lernende und Studierende die Möglichkeit, bei der Organisation und Durchführung der betriebsinternen Praxislerntagen und Lernwerkstätten, sowie auch an Projekten mitzuwirken.

Great Place to Work®: Was darf ich mir unter Projekten für Lernende vorstellen?

Kerstin Schmölzer: Das Skills Lab Projekt zum Beispiel wurde durch eine Initiative des Talentförderungsprojekts des Kanton Zürich gestartet. Im Rahmen der «Talentförderung Plus» bieten wir den Auszubildenden zusätzlich die Möglichkeit Projektmanagementaufgaben zu erlernen und gleichzeitig in die Praxis umzusetzen. Ein direkter Bedarf des Alltages, durfte durch die Realisierung des Projektes in die Tat umgesetzt werden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Lernende sehr bereit sind ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einzubringen und sich dadurch auch sehr stark mit der Institution identifizieren. Da die meisten pädagogischen Massnahmen von unseren eigenen BerufsbildnerInnen durchgeführt werden, verfügen diese auch alle über die entsprechende Qualifikation (SVEB 1), die über die Mindestanforderung des Berufsbildungsbasiskurs hinausgeht. Unser Anliegen ist es, unsere Lernenden in Theorie und Praxis optimal zu begleiten.

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Mehr über Spitex Zürich Limmat als Lehrbetrieb erfahren

 

Great Place to Work®: Das erfordert bestimmt viel Ressourcen Seitens der AusbildnerInnen..

Kerstin Schmölzer: Definitiv! Um diese enge Begleitung auf fachlicher und menschlicher Basis umsetzen zu können, sind pro Lernende/r und Studierende/r 20 Stellenprozent eingeplant. Weil unsere Lernenden aktiv in alle Tätigkeiten integriert werden und eng mit ihren Auszubildenden zusammenarbeiten, suchen sich Lernende und ihre BerufsbildnerInnen bereits bei der Rekrutierung (Assessment) gegenseitig aus – der Match muss stimmen. Von unseren Lernenden haben wir bisher viel positives Feedback zu dieser engmaschigen Begleitung erhalten.

Great Place to Work®: Hat es im Rahmen der von Great Place to Work® durchgeführten Lernendenbefragung auch böse Überraschung gegeben?

Kerstin Schmölzer: Das ist immer eine Frage der Betrachtungsweise, aber nein, glücklicherweise nicht. Es war für uns sehr spannend, das anonyme Feedback der Lernenden zu lesen und wir haben einige Anregungen erhalten. Ein Punkt, den wir inzwischen umgesetzt haben, war der 18. Geburtstag: Dieses besondere Ereignis im Leben der Jugendlichen hatten wir bisher nicht speziell zelebriert, was einige Lernende schade fanden. Neu wurde im Gespräch mit der Geschäftsleitung ein «18. Geburi-Budget» genehmigt und das Betriebsreglement angepasst.

Dies ist natürlich nur ein Beispiel. Generell ist die Befragung von Great Place to Work® insofern hilfreich, um ehrliches Feedback zu erhalten und zu sehen, wo man steht. Was uns mehr geholfen hat, als ursprünglich erwartet, ist die Abgabe des betrieblichen Ausbildungskonzepts. Zum Teil waren nicht alle unserer eigenen Prozesse bis in Detail verschriftlicht. Diese Anforderung für die Great Start! Zertifizierung hat uns «gezwungen», unsere Massnahmen zu reflektieren und schriftlich festzuhalten. So fällt auch auf, was möglicherweise aus Tradition erledigt wird, aber schon lange nicht mehr hinterfragt wurde. Das Niederschreiben des Ausbildungskonzepts hat uns aufgezeigt, was wir als Lehrbetrieb alles zu bieten haben und dass wir als attraktiver Arbeitgeber auch den nächsten Generationen an Lernenden ein umfangreiches Bildungsangebot zur Verfügung stellen können.

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